Geschichte des Tai Chi Chuan

Kampf zwischen Kranich und SchlangeDer Legende nach wurde das Tai Chi Chuan vom taoistischen Mönch Chang San-Feng entwickelt, nachdem er einen Kampf zwischen einer Schlange und einem Kranich beobachtet hatte. Aus dieser Urform des Tai Chi Chuan, den sogenannten »Dreizehn Bewegungsformen«, entstanden die Hauptlinien des heute bekannten Tai Chi Chuan, der Ch'en-, der Yang-, der Wu- und der Sun-Stil.

Als Familienstile wurden die Geheimnisse der Kampfkunst nur innerhalb der Familie weitergegeben. Meister Yang Lu-Ch'an schlich sich als taubstummer Diener bei dem damals weit berühmten Meister Ch'en Chang-Hsing ein, um die Geheimnisse dieser Inneren Kampfkunst zu lernen. Er wurde entdeckt, erwies sich aber als so gelehrig und talentiert, dass er als Schüler in die Familie aufgenommen wurde. Nach seiner Ausbildung reiste er durch China, überzeugte von seiner Kamfkunst, indem er berühmte Meister mit nicht mehr als zwei Bewegungen besiegte, und unterrichtete schließlich öffentlich in Peking. Sein Enkel Yang Ch'eng-Fu, der als berühmtester Meister des 20. Jahrhunderts gilt, machte den Yangstil in ganz China bekannt, unterrichtete tausende Schüler. Nur wenige wurden jedoch in die Tradition und die Gehemnisse des Familienstils eingeweiht und als Meister des authentischen Yang-Stils autorisiert. Viele andere jedoch betätigten sich ebenfalls als Lehrer und gaben den Stand ihres Wissens weiter. So sind die verschiedenen Gesichter des Yang-Stils in der heutigen Zeit zu erklären.